Bezirksverein der Kehlkopfoperierten Neubrandenburg e.V.

- GEMEINNÜTZIGER VEREIN -

 gegründet 1994

 

  • Kehlkopflos - was nun?
  • Selbsthilfegruppen finden Sie bundesweit.
  • Suchen Sie eine Unterstützung durch Betroffene?
  • Hilfe für den Alltag.

 

Sind Sie betroffen?  informieren Sie sich.

 

Wir möchten uns gerne vorstellen und vermitteln Ihnen unsere Vereinsaufgaben.

Sie sind mit PartnerInnen herzlich zu unseren Treffpunkten eingeladen.

 

 

Gründung unseres Bezirksvereins Neubrandenburg

 

Am 13.04.1994 wurde unser Bundesverband der Kehlkopflosen e.V. Bezirksverband Neubrandenburg e.V. gegründet.

 

Der Ort der Gründung war im Klinikum Neubrandenburg, Hals-Nasen-Ohrenklinik in der damaligen Pfaffenstraße.

 

In seiner Eröffnungsrede zur Gründung des Bezirksverbandes gab Herr Chefarzt Dr. Müller den zur Gründungsveranstaltung anwesenden Teilnehmern den Zweck der Zusammenkunft, die Gründung eines Verbandes zur zeitgerechten Sozialarbeit zum Wohl aller Kehlkopflosen unter dem Namen - Bundesverband der Kehlkopflosen e.V. Bezirksverband Neubrandenburg e.V. – bekannt.

 

Es folgte eine Beratung und Festlegung der Satzung, die Wahl der Vorstandsmitglieder und die Festlegung der Aufnahmegebühr und des Jahresbeitrages.

 

Die ausgearbeitete Satzung wurde im Wortlaut bekannt gegeben und zur Diskussion gestellt. Alle Mitglieder billigten den Wortlaut der Satzung, die dann einstimmig von den Mitgliedern beschlossen wurde.

 

Die Mitglieder beschlossen, dass nach Erledigung der Eintragsformalitäten sowohl an den Bundesvorstand als auch an den Landesverband der Antrag auf Aufnahme und Registrierung gestellt wird.

 

Im Anschluss wurde die Wahl der Vorstandsmitglieder durch Handzeichen durchgeführt. Die Gewählten nahmen die Wahl an.

 

Zu den Mitbegründern zählte auch Willi Peters (Foto) aus Neustrelitz. Viele Jahre war er Vorsitzender des Bundesverbands der Kehlkopflosen e.V. Bezirksverband Neubrandenburg e.V.

Diagnose C32 - Kehlkopfkrebs

 

Eines Tages ist im Halsbereich irgendwie alles anders als sonst. Am Anfang war es da, dann wieder nicht, wurde nicht weiter beachtet, bis sich dann ein paar Symptome zeigten: Länger anhaltende Heiserkeit, ein häufiges Bedürfnis sich zu räuspern, ein Fremdkörpergefühl im Hals und Schluckbeschwerden. Ein Arztbesuch macht sich erforderlich. Es folgt die erschütternde Diagnose - Kehlkopfkrebs, mit der man nun gar nicht gerechnet hat. Verzweiflung kommt auf und Gedanken an den Tod sind nicht fremd. Was kommt auf mich zu und wie wird es weitergehen? Vor allem die beängstigende Frage: Wie lange habe ich noch? Wie viel Zeit bleibt mir? Wie kommt meine Familie damit klar? Was alles kommt auf mich zu? Wie viel Leid und Schmerz muss ich ertragen? Fragen über Fragen.

 

Die Häufigkeit des Kehlkopfkrebses hat in den letzten 20 Jahren bedenklich zugenommen. Gegenwärtig erkranken 4 von 100.000 Personen jährlich an Kehlkopfkrebs. Durch veränderte Lebensgewohnheiten (Nikotin) hat sich eine deutliche Zunahme der Erkrankung bei Frauen gezeigt. Das Verhältnis der Erkrankungsrate von Männern und Frauen liegt etwa bei 2:1.

 

Leider fragt man sich jetzt erst: Was habe ich falsch gemacht? Warum ich? Die Ursachen sind beim Kehlkopfkrebs bisher nicht geklärt. Sicher ist aber der Tabak- und Alkoholkonsum, inhalierte Gift- und Teerstoffe und halogenierte Kohlenwasserstoffe. Wie kann ich das, was alles auf mich zukommt, bewältigen? Wie und wo kann ich Hilfe suchen und finden?

 

Am 13.04.1994 wurde der Bezirksverein der Kehlkopfoperierten Neubrandenburg e.V. gegründet. Der Verband ist Mitglied des Bundesverbandes und des Landesverbandes der Kehlkopfoperierten Mecklenburg-Vorpommern e.V. Der Verband dient dem Zweck, alle Kehlkopflosen, -operierten in einer Gemeinschaft zusammenzufassen, um eine zeitgerechte Sozialarbeit zum Wohle aller Kehlkopflosen zu leisten und einer Isolierung des Einzelnen, die allein schon durch den Verlust der Stimme bedingt ist, vorzubeugen. Besonders bei alleinstehenden Personen ist hier die Gefahr einer Isolation sehr groß. Weiterhin sollen alle Maßnahmen, insbesondere sprachlicher, medizinischer, gesundheitlicher und beruflicher Rehabilitation Kehlkopfloser, gefördert werden.

 

Der Erfahrungsaustausch aller Mitglieder untereinander soll gepflegt sowie gleichartige Bestrebungen koordiniert und gemeinsame Maßnahmen durchgeführt werden. Der Verband will mit geeigneten Mitteln und in enger Zusammenarbeit mit anderen Verbänden für ein besseres Verständnis der Probleme der Kehlkopflosen, sowohl in der Öffentlichkeit als auch bei den Angehörigen, Verwandten und Bekannten sorgen und damit diese in die Rehabilitation einbeziehen. Zurzeit hat der Neubrandenburger Verein ca. 40 aktive Mitglieder. Sie sind zum Teil in die Vor- und Nachbehandlung eingebunden. Einige leben schon viele Jahre mit dieser Erkrankung und haben gelernt, damit umzugehen.

 

 

Jedes Jahr führt der Bezirksverein der Kehlkopfoperierten Neubrandenburg e.V. mit seinen Mitgliedern Ausflüge, Versammlungen und eine Weihnachtsfeier durch. Mit unserer Arbeit versuchen wir, allen kehlkopflosen Patienten den Weg zurück in ein normales Leben zu vereinfachen und bei diesen Schritten aktive Hilfe zu geben. Aktuelle Informationen entnehmen Sie unserer Info-Tafel auf der Station und unserem Flyer des Bezirksverein der Kehlkopfoperierten Neubrandenburg e.V., der Ihnen auf Verlangen auf der Station übergeben wird. Unsere Termine zum aktuellen Kalenderjahr finden Sie auch auf dieser Homepage.

 

 

Was sagt der Patient?

 

Mein Name ist Edith Gemkow, die Lebensgefährtin von Udo Glöde. 2008 wurde bei Udo Glöde Kehlkopfkrebs festgestellt. Gleich danach wurde er zum ersten Mal operiert. 2009 folgte eine neue Diagnose. Nun wurde der gesamte Kehlkopf entfernt.

 

Zu dieser Zeit meldete sich bei uns der Bezirksverein der Kehlkopfoperierten Neubrandenburg e.V. und lud uns das erste Mal ein. Doch Udo war noch sehr krank. Bei einer Nachuntersuchung in der Klinik trafen wir den damaligen amtierenden Vorsitzenden, Herr Willi Peters, den wir ansprachen. Er gab uns Anträge für die Aufnahme im Verband. Seit dieser Zeit treffen wir und regelmäßig, was uns immer neue Kraft für unseren täglichen Alltag gibt. Durch den Verband konnten wir schon zweimal an Stimmenseminare teilnehmen. Diese waren sehr informativ sowie hilfreich für Udo, das Sprechen neu zu erlernen und für mich mit all diesem neuen noch ungewohnten Leben klar zu kommen. Den Bezirksverein brauchen wir, um zu sehen, wie andere Betroffene mit dieser Erkrankung klar kommen. So bekamen wir auch viele Informationen über Hilfsmittel, die es erleichtern, diese Krankheit besser zu bewältigen und auch hilfreiche Erklärungen zur Gesetzgebung bei dieser Schwerbehinderung. Auf Reisen und Ausflügen lernten wir uns noch besser kennen. Das ist für uns immer ein lebenswichtiger Tag. Wir freuen uns immer wieder auf das gemeinsame Zusammentreffen.

 

Wir würden uns freuen, wenn über das Krankheitsbild der kehlkopfoperierten Patienten noch mehr in den Medien berichtet wird. Kehlkopfoperierte sind zwar behindert, aber sie können trotzdem an vielen alltäglichen Dingen des Lebens teilnehmen, die für sie das Leben weiterhin lebenswert machen. Doch ohne unser Vereinsleben wäre manches nicht möglich geworden. So hätten wir vieles, weil wir allein in unserem stillen Kämmerlein gewesen wären, von den vielen Möglichkeiten der Hilfe, des Zusammenseins und den gemeinsamen Versammlungen und Ausflügen, nichts gewusst. Dass es so bleibt, wünschen wir unserem Vorsitzenden und dem Vorstand viel Erfolg. Edith Gemkow.

 

 

Was sagt die Pflege?

 

Der Weg zur Diagnosesicherung bis zur Operation ist meistens sehr kurz. Unser Anliegen in der Pflege ist es, die Patienten bestmöglich auf die OP vorzubereiten und bestmöglich postoperativ zu betreuen. Sprachliche Äußerungen sind nicht möglich, also reagiere ich auf Mimik, Gestik, auf Atemgeräusche. Ich merke, hat mein Patient Angst, Schmerzen oder gar Mutlosigkeit. Wir wollen als Pflegende Hilfe anbieten, Optimismus verbreiten und den Weg in ein neues aber auch anderes Leben ebenen. Dazu empfinden wir Besuche von unseren Verbandsmitgliedern vor und nach der Operation sehr förderlich.

 

 

Was sagt der Arzt?

 

Der 1. Oberarzt Dr. med. D. Schulz, Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde Kopf- und Halschirurgie, Plastische Operationen am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg sagt dazu folgendes.

 

Der Verlust des Kehlkopfes ist für unsere Patienten ein sehr einschneidendes Erlebnis. Der Eingriff sichert das Überleben der Mehrzahl unserer Patienten, führt jedoch zum Verlust wichtiger Funktionen, wie der normalen Kommunikation, des Riechvermögens und der Notwendigkeit des Atmens über ein Tracheostoma.

 

Durch technische sowie rehabilitative Maßnahmen, wie der Einsatz einer Stimmprothese, die Anlage eines pflegeleichten Tracheostomas usw., wird dem Patienten die Möglichkeit gegeben, ein weitgehend normales Leben zu führen.

 

Durch die lebenslange Anbindung der Patienten an unsere Nachsorge sind ein ständiger Erfahrungsaustausch sowie die schnelle Reaktion bei Problemen möglich. Nur so ist gewährleistet, Probleme frühzeitig zu erkennen, Rezidive oder Zweittumoren zu vermeiden und ein aktives, normales Leben zu führen.

 

 

Was sagt der Sozialdienst?

 

Nach einer stationären Behandlung werden Sie von einem Sozialarbeiter angesprochen. Hier können Sie umfangreiche Hilfe in Anspruch nehmen und erfahren eine kompetente Betreuung. Ihnen werden alle Möglichkeiten der Inanspruchnahme von Leistungen, Anträgen und Formularen vorgestellt. Sie bekommen Informationen, mit welchen Problemen Sie sich an unterschiedlichste Ämter wenden können. Dabei wird versucht, alles in Ihrem Interesse zu erörtern und zu regeln. Der Sozialdienst ist ein fester Bestandteil bei der Patientenbetreuung.

 

 

Was sagt die Medizintechnik?

 

Die Medizintechnik hat sich auf die wachsenden Bedürfnisse Betroffener mit Instrumenten und Hilfsmittel eingestellt. In Katalogen wird Ihnen in Wort und Bild eine sehr umfangreiche Auswahl sehr vieler Hilfsmittel vorgestellt. Firmen nehmen ein- bis zweimal im Jahr an Veranstaltungen des der Bezirksverein der Kehlkopfoperierten Neubrandenburg e.V. teil und stehen Ihnen zum persönlichen Gespräch zur Verfügung. Durch diesen Erfahrungsaustausch tragen Ihre Meinungen auch dazu bei, Hilfsmittel zu verändern und den allgemeinen Bedürfnissen anzupassen. So bekommen Sie auch viele nützliche und praktische Hinweise zum Umgang und Einsatz diverser Hilfsmittel, ohne dass Sie bei einfachen Handling dieser medizinischen Hilfsmittel einen Arzt aufsuchen müssen.

 

 

Haben Sie Fragen an uns?

 

Wenn Sie betroffen sind und stehen mit Ihrem Problem noch allein da und Sie suchen Hilfe oder das Gespräch oder Sie wollen ein paar Mal im Jahr mit Betroffenen und deren Angehörigen reden und zusammen sein, rufen Sie an oder schreiben Sie eine E-Mail und wir versprechen Ihnen, dass Sie ganz prima Menschen finden werden. Der Bezirksverein der Kehlkopfoperierten Neubrandenburg e.V. ist für Sie da. Wir, die Autoren, hoffen, Ihnen das Krankheitsbild des Kehlkopfkrebses in diesem Artikel verständlich erörtert zu haben.

 

1. Vorsitzender

Helmut Schmidt

Georg-Dreke-Ring 56

17291 Prenzlau

Tel: 03984 802 504

Mail: kehlkopflose-neubrandenburg@web.de

 

Kassiererin

Kerstin Nitzsche

Salower Straße 14

17098 Friedland

Mobil: (0173) 8763084

Mail: k-nitzsche@web.de

 

www.dbknb.de/dbk/hno/kehlkopflosenverband/kontakt/

Dort finden Sie weitere Informationen zu Zielen des Verbandes wie:

 

- Termine,

- Förderungen,

- eine Bildergalerie und

- Kontaktadressen.

 

Über jede finanzielle Zuwendung sind wir dankbar. Ihre Spenden bitte an:

Bezirksverein der Kehlkopfoperierten Neubrandenburg e.V.

Sparkasse Neubrandenburg-Demmin

IBAN:        DE42 1505 0200 3010 4331 73

BIC:          NOLADE21NBS

 

 

Ihr Vorstand

Treffen

 

 

 

 

 

 

Wir treffen uns im

Konferenzraum der

Bethesta-Klinik Neubrandenburg

 

 

Nähere Informationen erhalten Sie auch über die Homepage des Klinikums.

 

Hier ist eine direkte Verlinkung.

 

 

 

 

 

 

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